Wirtschaft Allgemein

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KfW – Gründerförderung für Existenzgründer

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW Bankengruppe) fördert Investitionen und Betriebsmittel für Existenzgründer innerhalb der ersten 3 Jahre ihrer Geschäftstätigkeit. Auch erneute Unternehmensgründungen können mit dem KFW Gründerkredit gefördert werden. Der KfW-Gründerkredit - StartGeld darf nämlich zweimal pro Antragsteller gewährt werden, sofern der Gesamtbetrag 100.000 Euro nicht übersteigt. Der Anteil der Betriebsmittelfinanzierung darf dabei insgesamt 30.000 Euro nicht übersteigen. Bis zu einer Summe von 25.000 € muss außerdem auch kein Liquiditätsplan vorgelegt werden.

Darüber hinaus gibt es jedoch auch Förderungen als Zuschuss, sprich sie sind als Staatsgeschenk anzusehen und müssen nicht zurück gezahlt werden. Bezuschusst werden von der KfW-Mittelstandsbank Coachings im Bereich Finanzen, Wirtschaft und Organisation. Der Zeitpunkt der Unternehmensgründung sollte jedoch nicht mehr als 5 Jahre zurückliegen. Der oben angesprochene Kredit muss natürlich zurück gezahlt werden, jedoch liegt der Vorteil hier bei einem erheblich geringeren Zinssatz als bei anderen Banken. Darüber hinaus gewährt die Bank auch eine Tilgungsverzögerung, sodass die Liquidität der jungen Unternehmen nicht gleich gefährdet ist. Mit Krediten für maximal zehn Jahre bei einem niedrigen Zinssatz werden Investitionsvorhaben besonders bei KMU´s  in den ersten drei Jahren nach der Gründung gefördert.

Wie schon angesprochen werden auch viele Coachings von der Förderbank unterstützt. Auch das Existenzgründerseminar der Existentia Berlin wird so beispielsweise von der Förderbank unterstützt. Der Eigenanteil der Seminarteilnehmer liegt damit letztendlich bei nur rund 40€. Ein Seminar dauert in der Regel rund 4 Werktage und wird von 4 Fachkräften betreut. Für alle noch Unentschlossenen oder nur Interessenten bietet die Existentia jeden Freitag kostenlose Schnupperkurse. Diese starten jeweils um 11 Uhr Morgens und gehen rund 1,5 Stunden. Für ein Seminar anmelden kann man sich grundsätzlich online oder über den klassischen weg per Post.

Autor: Bobo - Website besuchen

Written by admin on November 18th, 2011 with no comments.
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Durch Akquise zum Kunden

Durch Akquise kommt man an den Kunden heran - wenn man es geschickt anstellt und die Akquise sorgfältig durchführt. Es wird dann durch Akquise möglich, den Kunden für sich zu gewinnen und mit ihm einen Neukunden dazu zu gewinnen. Das ist zumindest das erklärte und meist auch klar verfolgte Ziel der Akquise. Dafür ist wie gesagt vor allem eine klare Strategie und eine sorgfältige Vorbereitung nötig, damit man auch eine passende Methode der Akquise auswählt und damit die Mitarbeiter sicher in solche Kontakte herein gehen können. Vielen Mitarbeitern ist die Akquise, insbesondere die so genannte kalte Akquise als Erstkontakt sehr unangenehm. Das muss aber gar nicht so sein, denn mit genügend Vorbereitungszeit und klaren Zielen fällt es viel leichter, die Akquise anzugehen - und als positiver Nebeneffekt gelingt die Akquise so zudem auch viel häufiger.

Man kann eine Akquise übrigens auch sehr unterschiedliche Weise betreiben und so immer eine gerade geeignete Methode zum jeweiligen potentiellen Kundenpool wählen. Eine klassische Strategie ist die Telefonakquise, bei der ein neuer Kunde in spe zunächst einmal per Anruf kontaktiert und dann am Telefon im besten Fall von einem weiteren freiwilligen Kontakt überzeugt wird. Hier müssen die Mitarbeiter alles nur mit ihrer Stimme erreichen und daher genau darauf achten, was sie sprachlich wie am besten vermitteln, um dem Telefongespräch als Akquise einen für die Firma positiven Verlauf zu verleihen. Eine weitere Sorte von Akquise, für die man ebenfalls sehr viel Feingefühl braucht, ist das persönliche Gespräch. Denn wer zum Beispiel Passanten in einer Fußgängerzone anspricht, der braucht neben starken Nerven und Hartnäckigkeit vor allem ein gutes Bewusstsein dafür, was er mit seinem ganzen Verhalten dem potentiellen neuen Kunden gegenüber ausdrückt. Weiterhin kann man Akquise aber auch medial betreiben und sich die Kunden durch den Kontakt im Internet sichern. E-Mail-Mailings und der Kontakt über soziale Netzwerke wie Facebook werden hier immer wichtiger.

Autor: findur - Website besuchen

Written by findur on Oktober 20th, 2011 with no comments.
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Verhaltenswissenschaftliche Ansätze des Customer Relationship Managements

Viele Unternehmen konzentrieren sich noch immer allein  auf ihre Produkte und Dienstleistungen. Dies stellt zweifellos eine wichtige, aber nicht hinreichende Voraussetzung dar um am Markt erfolgreich bestehen zu können. Die hohe Qualität des Produktes wird heute als selbstverständlicher Grundnutzen angesehen und eine Differenzierung über das Kernprodukt allein ist kaum noch möglich. Stark umkämpfte und gesättigte Märkte sowie ein verändertes Kundenverhalten rücken das traditionelle, transaktionsorientierte Marketing daher immer mehr in den Hintergrund. Gefordert wird vielmehr ein moderner, beziehungsorientierter Marketingansatz, der die Unternehmen befähigt, Vertrauen und Zufriedenheit der Kunden in dem Maße aufzubauen, dass langfristige und  ertragsträchtige Beziehungen entstehen können.Die Lösung wurde schnell gefunden, integrierte CRM-Softwaresysteme sollten dem Anwender durch eine umfassende Verarbeitung der Kundendaten vermeintlich völlig neue und bessere Möglichkeiten im Management seiner Kundenbeziehungen geben[1]. Diesem schier grenzenlosen Enthusiasmus blieb jedoch häufig eine Phase der Ernüchterung. Durchschnittlich  bleiben über die Hälfte aller CRM-Projekte, deutlich hinter den Erfolgserwartungen[2]. Das Kundenbeziehungsmanagement mit bloßen Daten, Zahlen und Fakten gleichzusetzen birgt die große Gefahr, den Kunden als Individuum mit seinen speziellen Bedürfnissen aus den Augen zu verlieren. Nur wer seinen Kunden kennt, kann es schlussendlich gelingen, die Verhaltensweisen so zu steuern, dass unprofitable Kundenbeziehungen in werthaltige Beziehungen transformiert werden.   Eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiche und langfristige Kundenbeziehungen stellt die Kundenzufriedenheit dar. Es wird davon ausgegangen, dass psychische Variablen (Einstellung, Motivation, Emotion) als auch die daraus resultierenden Verhaltensweisen (Wiederkaufsabsicht, Cross-Buying, Weiterempfehlung) durch Kundenzufriedenheit positiv beeinflusst werden[3]

C/D-Paradigma 

In der Zufriedenheitsforschung geht man oftmals vom C/D-Paradigma (Confirmation / Disconfirmation) aus, das einen integrativen Rahmen für die Analyse von Zufriedenheit darstellt[4]. Dieser Abgleich zwischen Erwartung und Ist-Leistung als Grundlage der Leistungsbeurteilung wurde bereits seit den 70er-Jahren von R. L. Oliver entwickelt, der als Grundlage für sein Modell auf die Überlegungen von Engel, Kollat und Blackwald aus dem Jahr 1968 zurückgreift[5]. Ausgangspunkt ist der Vergleichsprozess zwischen der erwarteten Leistung (Soll) und der wahrgenommenen Leistung (Ist), die bereits im Vorfeld durch Erfahrungswerte, Unternehmenskommunikation, psychischen Informationsverarbeitungsmechanismen sowie bestimmten situativen Faktoren beeinflusst werden können. Aus diesem Vergleichsprozess ergeben sich grundsätzlich drei Szenarien:                                                                                                                                         

Während dieses Modell von der breiten Mehrheit der Zufriedenheits- und Qualitätsforschern anerkannt wird, gibt es differierende Meinungen darüber, ob für ein positives Erscheinungsbild die bloße Bestätigung der Erwartung genügt (Punktwert) oder ob diese übertroffen werden muss (Toleranzzone). 

Austauschtheoretische Aspekte 

Dieser sozialwissenschaftliche Ansatz erklärt die Austauschbeziehung zwischen ökonomischen und sozialen Elementen und gibt somit Anhaltspunkte darüber, wann eine Beziehung zwischen Anbieter und Kunden eingegangen, aufrechterhalten oder beendet wird[6]. Nach Homans (1961) liegt im Kern der  Austauschprozesse das Ziel der Gleichheit zu Grunde[7]. Diese Annahme entspricht dem zwischenmenschlichen Verhalten von Geben und Nehmen, wobei aus Akteursicht „Geben“ Kosten und „Nehmen“ Nutzen verursacht[8]. Da keiner der Interaktionspartner dazu bereit ist, dauerhaft ein schlechteres Kosten-Nutzen-Verhältnis als sein Gegenüber zu akzeptieren, sind beide Akteure bestrebt, Gerechtigkeit zwischen sich zu erzielen. Um das Kosten-Nutzen-Verhältnis zu konkretisieren führen Thibaut/Kelly 1959 einen Vergleichsmaßstab ein, den „Comparison Level“(CL). Das Vergleichsniveau CL bezeichnet den Mittelwert an Leistung, den ein Akteur aufgrund eigener Erfahrung oder auf der Dritter, als gerechtfertigt ansieht[9]. Darüber hinaus sind für die Leistungsbeurteilung einer Beziehung das Ergebnis (E) sowie das Mindestniveau –Comparison Level for Alternatives von Bedeutung. Der (CLalt) stellt das niedrigste Niveau der erhaltenen Leistung einer Beziehung dar, das unter Berücksichtigung möglicher Alternativen gerade noch vom Kunden akzeptiert wird. Aus der relativen Lage der drei Größen zueinander ergeben sich die Kundenzufriedenheit sowie der Status der Bindung eines Kunden.

Sach- und Erlebniskomponenten 

Die Sacheigenschaften eines Angebots sind unter heutigen Markt- und Kommunikationsbedingungen nur noch eingeschränkt geeignet, um sich von den Konkurrenzprodukten abzuheben. Kunden setzen eine gute Qualität und den hohen Reifegrad an technisch-funktionalen Sacheigenschaft als gegeben voraus. Die Schaffung von Zusatznutzen (added value) bekommt daher eine tragende Bedeutung. Da ein Produkt mehr ist, als die Summe seiner technischen Bestandteile, wird der Käufer eines Autos nicht danach streben Eigentümer einer Karosserie, eines Motors oder eines Fahrgestells zu werden[10]. Mit dem Erwerb möchte er vielmehr einen subjektiven Zusatznutzen nach Zugehörigkeit, Sicherheit oder Prestige befriedigen.Eine Möglichkeit um die eigenen Angebote von den Mitbewerbern zu differenzieren, besteht in Erlebniskomponenten. Diese zielen darauf ab, das Angebot in der Gefühls- und Erlebniswelt der Kunden zu verankern. Erlebniskomponenten geben dem Kunden die Möglichkeit, den Lebensstil zu kommunizieren, der gewünscht wird. William J. erkannte bereits1890, dass Menschen Güter über die technisch-funktionale Bedürfnisbefriedigung hinaus zum Ausdruck ihrer Persönlichkeit benutzen[11]. Freundliches und höffliches Personal, Kundenevents oder Produktschulungen können das Gefühl von bevorzugter Behandlung und Wertschätzung erzeugen. Die emotionalen Komponenten tragen somit wesentlich zur Kundenzufriedenheit und der Bindung der Kunden an das Unternehmen bei. Trotz der Notwendigkeit sowie einer Vielzahl an Vorteilen  und Chancen des CRM, dürfen die entstehenden Kosten und Problembereiche nicht vernachlässigt werden. Gerade bei der Implementierung eines CRM-Konzeptes können hohe Kosten entstehen. Um schließlich ein vorzeitiges Scheitern aufgrund finanzieller Engpässe zu vermeiden, sollten die einzelnen CRM Maßnahmen durch den Einsatz geeigneter Management-Werkzeuge (bsplw. Scorecard) kritisch auf ihren jeweiligen Erfolgsbeitrag durchleuchtet werden.


[1] Vgl. Hippner H., Wilde K.D.  (2006), S. 6 “Grundlagen des CRM : Konzepte und Gestaltung”[2] Vgl. Rigby D.K, Reichheld F.F. et.al (2002), S. 55f  “CRM - wie Sie die vier größten Fehler vermeiden”

[3] Vgl. Fornell  C. (1992), S.6 ff.  “A national customer satisfaction barometer. The swedish experience.”

[4] Vgl. Faullant R. (2007), S. 20f. “Psychologische Determinanten der Kundenzufriedenheit”

[5] Vgl. Richter M. (1997), S. 74 “Dynamik von Kundenerwartungen im Dienstleistungsprozess: Konzeptionalisierung und empirische Befunde”

[6] Vgl. Olderog T. (2003), S. 83 “Faktoren des Markterfolges im Online-Handel”

[7] Vgl. Homans G. (1961), S. 72 “Social Behavior: Its Elementary Forms. New York: Harcourt, Brace and World.”

[8] Vgl. Lorbeer A. (2001), S. 52 “Vertrauensbildung in Kundenbeziehungen – Ansatzpunkte zum Kundenbindungsmanagement”

[9] Vgl. Thibaut/Kelly (1959), S. 21 “The Social Psychology of Groups”[10] Vgl. Wöhe (2002), S. 501 “Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaft”

[11] Vgl. James W. (1890) “The Principles of Psychology”

Autor: Phillip Mayer - Website besuchen

Written by Phillip Mayer on Juni 2nd, 2010 with no comments.
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Produkt- und Markenpiraterie - Anti-Counterfeiting Monitoring

In vielen Fällen werden Unternehmen von Außenstehenden auf Piraterieaktivitäten aufmerksam gemacht oder es wird erst dann recherchiert, wenn ein ernst zunehmender Handlungsbedarf besteht. In diesen Fällen wird vorwiegend die Rechtsabteilung damit beauftragt, den Vorfall genauer zu untersuchen. Dies endet jedoch zumeist in einem Ad-hoc-Bericht, der für kurzfristige taktische Reaktionen verwendet wird und größtenteils einem einmaligen Vergeltungsschlag dient.

Eine genau Analyse der Bedrohung von Produktpiraterie stellt jeoch einen wesentlichen Erfolgsfaktor dar und sollte somit den Ausgangspunkt im Vorgehen gegen Produktpiraten bilden. Das Aufdecken von Fälschungsaktivitäten und das Erkennen, von im Markt befindlichen Nachahmungen, gestaltet sich in der Regel jedoch sehr schwierig, da stets im unklaren bleibt, wie viele Fälschungen der eigenen Produkte tatsächlich existieren und auf welche Art und Weise sie vertrieben werden.

Deshalb bietet nur eine permanente Marktüberwachung (Monitoring), die entsprechende Grundlage zur Aufdeckung von Piraterievorfällen. Einen Anhaltspunkt zum Aufbau eines geeigneten Monitoring-Systems bilden operative Frühaufklärungssysteme aus dem militärischen Bereich. Ihnen gemeinsam ist die Kürze des zeitlichen Aktionsradius. Nach dem Hinweis einer Bedrohung stehen dem Empfänger für eine Reaktion in der Regel nur wenige Wochen, Tage oder sogar nur Stunden zur Verfügung.

Im Rahmen des Monitoring sollten wie auch in militärischen Frühaufklärungssystemen, zunächst  die wichtigsten Elemente und ihre Beziehung zueinander festgelegt werden:

Beobachtungsbereiche

Diese können beispielsweise Herstellungs- und/oder Zielländer von Fälschungen, Räumlichkeiten der Zulieferer, des Handels, Messen sowie Lager und Hallen von Transporteuren sein. Von zunehmender Bedeutung sind vor allem Recherchen über das Internet, da der Handel von gefälschten Waren auf diesem Weg sehr stark angestiegen ist.

Beobachtungsobjekte

Nachdem die verschiedenen Beobachtungsbereiche abgesteckt sind, müssen in einem zweiten Schritt die verschieden Beobachtungsobjekte festgelegt werden. Hierunter Fallen verdächtige Personen, Konkurrenten sowie betroffene Produkte des Originalherstellers.

Fahnder

Sind die Beobachtungsbereiche und -objekte definiert, müssen systematisch Beobachtungen durchgeführt und Daten erhoben werden. Dazu sind eigene und externe Fahnder einzusetzen, die die gesuchten Marktdaten systematisch durch anonyme Testkäufe und Stichproben beschaffen. Ferner sollten eigene Lieferanten, Mitarbeiter des Außendienstes oder Aufklärungskooperation von Unternehmen mit ähnlichen oder komplementären Produkten aktiviert werden. Voraussetzung für den Erfolg, sind geschulte Informanten, die die Vorgänge fälschungsrelevanter Aktivitäten erkennen.

Hard- und Software

In einem letzten Schritt sind die Informationen der Fahnder entsprechend nach Dringlichkeit und Schadensausmaß zu erfassen sowie zur Umsetzung von Gegenmaßnahmen an die jeweilige Anti-Counterfeiting Abteilung zu übermitteln. Zur Auswertung stehen den Unternehmen neuerdings professionelle Fahndungs- und Analysesoftware zur Verfügung, mit denen auch die amerikanischen Geheimdienste FBI und CIA seit Jahren Wirtschaftsspionage erfolgreich bekämpfen. 

Der zeitliche Handlungsspielraum für das aufdecken, übertragen und eingreifen bei Pirateriefällen ist dabei durch die Geschwindigkeit des Transportsmittels sowie der Entfernung zwischen Herstellungs- und Zielland determiniert. Die Überführung von Fälschungen aus beispielsweise Polen mittels eines Autobusses benötigt eine schnellere Reaktionszeit als ein Schifftransport von China nach Deutschland. Es sollten daher vorab spezielle Aktionspläne für die unterschiedlichen Szenarien ausgearbeitet werden. Durch gezieltes Monitoring sollen durch die Sammlung, Verarbeitung und Analyse von Informationen über Produktfälschungen aktuelle oder zukünftige Entscheidungsprobleme eines Unternehmens erleichtert, Angriffsziele im Unternehmen vermieden und Vorgehensweisen gegen Produktfälscher sichergestellt werden.

Hieraus ergeben sich prinzipiell fünf Anforderungen an das Anti-Counterfeiting Monitoring:

1.      Frühwarnfunktion

Sich abzeichnende Marktveränderungen, beispielsweise neue Fälschertrends oder Fälscheraktivitäten rechtzeitig wahrnehmen.

2.      Analysesupport

Soll helfen die bei Fälscheraktivitäten dahinter liegenden Mechanismen tiefer gehend zu verstehen.

3.      Prognosefunktion

Veränderungen im Fälscherumfeld prognostizieren sowie deren Auswirkungen aufzeigen.

4.      Aufklärungsfunktion

Durch gezielte Aufklärungsarbeit sollen Produkt- und Markenpiraterie Fälle aufgedeckt werden um zukünftige Angriffsziele im Unternehmen zu vermeiden und Vorgehensweisen gegen Produktfälscher initiieren zu können.

5.      Entscheidungsfundierung

Um schlussendlich auf die gewonnenen Erkenntnisse Einigkeit im Handeln zu erzielen, sind diese zu bewerten und in der Regel vom Management entsprechend zu fundieren.  


Literatur:

Fischer S., Eck R., et al. (2005): Was sich gegen Produkt- und Markenpiraterie tun lässt: Harvard Business Manager, Frankfurt a. M

Fuchs H. J. (2006): Piraten, Fälscher und Kopierer – Strategien und Instrumente zum Schutz geistigen Eigentums in der VR China: Gabler Verlag, Wiesbaden

Harte-Bavendamm H. (2000): Handbuch der Markenpiraterie in Europa: Beck´sche Verlagshandlung, München

Hopkins D.M., Kontnik L.T., et al. (2003): Counterfeiting Exposed Protecting your Brand and Customers: John Wiley & Sons, New Jersey

Krystek, U., Müller-Stewens, G.(1993): Frühaufkärung für Unternehmen, Stuttgart

Weiser A., Olsen G.S. (2004): Management von Markenpiaterie: Arbeitspapier Nr. 14, Universität Mannheim


Autor: Phillip Mayer - Website besuchen

Written by Phillip Mayer on Mai 16th, 2010 with no comments.
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Gutes Leder und die richtige Lederpflege erhalten die Freude

Leder ist äußerst vielseitig und besonders haltbar. Von Natur aus ist es schon recht Wasserundurchlässig aber trotzdem Atmung aktiv. Deswegen ist Leder schon seit geraumer Zeit ein Begleiter der Menschheit und wurde für die vielseitigste Zwecke eingesetzt.

Neben Bekleidung und Schuhe wurde auch Schmuck und allerlei Gebrauchsgegenstände aus diesem Wunderstoff aus der Natur hergestellt. Schon im alten Ägypten und Mesopotamien war das Gerben von Leder bekannt, wodurch aus einer Tierhaut erst Leder wird. Deswegen ist auch der Beruf des Gerbers einer der ältesten der Menschheit.

Noch heute wird er Ausgeübt und ist die Grundlage dafür, dass wir feinstes Leder in aller Form und mannigfaltigen Varianten vorfinden. Leder hat heute natürlich aufgrund des Überbedarfs an Tierhäuten durch die industrielle Schlachtung, viel von seiner exklusiven früheren Bedeutung verloren. Dennoch gibt es immer noch Unterschiede zwischen dem Leder, die zum Teil dann auch die großen Preisunterschiede rechtfertigen.

Das wichtigste damit man lange Freude an seinem Lederprodukt hat, ist die Lederpflege. Denn hier ist es von Bedeutung zu wissen, dass das Leder ähnlich wie die menschliche Haut funktioniert. Leder besitz genauso wie unserer Haut Poren, die durch die und sachgemäße Pflege verstopft werden können und dadurch die Funktion des Leders beeinträchtigen. Das bedeutet im Klartext, es fühlt sich nicht mehr so gut auf der Haut an und ist auch nicht atmungsaktiv.

Behandeln sie ihr Leder mit einem schonenden Pflegemittel und Sie werden sehen dass Sie lange ihre Freude dran gehalten werden.

Autor: Bobo - Website besuchen

Written by admin on Dezember 3rd, 2009 with no comments.
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Entwicklung des deutschen DSL-Marktes

Der Markt für DSL-Tarife in Deutschland ist alles andere als übersichtlich. Über ein Dutzend DSL-Provider bemühen sich inzwischen darum, die potentielle Kundschaft von den jeweils eigenen Breitbandanschlüssen und DSL-Tarifen zu überzeugen. Keine Kosten und Mühen werden seitens der Unternehmen gescheut, um bei der Kundengewinnung Erfolge zu verzeichnen.

Der Startschuss für diese letzten Endes erfreuliche Entwicklung fiel in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts. Damals waren Zugänge zum Internet hierzulande zwar bereits recht weit in der Bevölkerung verbreitet, die Technologien für Zugänge zum Internet waren aber noch nicht besonders gut ausgereift. Laute Forderungen nach höheren Bandbreiten und mehr Wettbewerb seitens der Wirtschaft und der Konsumenten kamen auf. Die Einführung von DSL in Deutschland sollte diese Probleme lösen.
Hinter den drei Buchstaben DSL verbirgt sich eine Übertragungstechnologie, die es dem Surfer ermöglicht, mit hoher Übertragungsrate im globalen Dorf unterwegs zu sein, wobei er sich durch das Tarifmodell der DSL-Flatrate über die Kosten keine allzu großen Gedanken mehr machen muss. In der Tat eine großartige Erfindung, die - wen wundert es - schnell viele Freunde und Anhänger fand. Die DSL-Zugänge und Flatrates wurden sehr schnell sehr beliebt, nicht nur unter professionellen Internetnutzern, sondern in der gesamten Breite der deutschen Bevölkerung.
Die Zahl der Nutzer wuchs rasch und die DSL-Provider konnten in kurzer Zeit erhebliche Gewinne machen. Als Folge dessen tauchten immer mehr DSL-Provider auf, die mit neuen, günstigen DSL-Tarifen und effizienten Vertriebsstrukturen versuchten, Boden gutzumachen. Durch dieses rege Treiben wurde es für durchschnittliche Verbraucher und Laien schwierig, den Überblick über die vielen DSL-Provider, DSL-Angebote und DSL-Tarife zu behalten.
Es entstanden Internetportale, die sich darauf spezialisierten, gründliche Informationen über DSL-Provider und über DSL-Tarife zu liefern. Auf derartigen Portalen werden die DSL-Provider verglichen und kompetent beurteilt. Dies ermöglicht es potentiellen Kunden, rasch und unkompliziert Informationen über die DSL-Provider zu erhalten und eine zügige und fundierte Entscheidung zu treffen.

Autor: mm - Website besuchen

Written by mm on Dezember 15th, 2008 with no comments.
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Der Großauftrag - Projektmanagement

Kein Projekt ist wie das andere. Jeder Kunde stellt neue Herausforderungen an das Unternehmen. Ein besonderes Feld ist hierbei das Projektmanagement. Besonders bei Großaufträgen in der Baubranche entwickeln sich manchmal Bauabschnitte zu einzelnen Projekten. Wichtig für den Unternehmer ist dabei die effiziente Ausnutzung seiner Ressourcen.

Das Portfoliomanagement in Projektmanagement beschäftigt sich genau mit diesem Thema. Es gibt natürlich auch Software die diese Arbeit für Sie übernimmt. Durch die Anwendung minimieren sich die Risiken für Budgetüberschreitungen und Fehlplanungen. Grundlage bilden dabei häufig Werte aus frühren Projekten die für die Schätzung und die Preisgestaltung heran gezogen werden.

Bereits in der Vertriebsphase erhält man mit einer Software zum Portfoliomanagement in Projektmanagement alle relevanten Zahlen um die Kosten zu überschauen. Teure Fehlkalkulationen und langwierige Nachverhandlungen gehören dann der Vergangenheit an.

Schauen Sie sich um und Sie werden sehen das kaum ein großer Konzern heutzutage sich auf eine Projektplanung ohne Software verlässt.

Autor: Marek - Website besuchen

Written by Marek on November 5th, 2008 with no comments.
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Vielfalt der DSL-Tarife erschwert die Auswahl

Viele Verbraucherinnen und Verbraucher kommen mit der Vielfalt der DSL-Tarife überhaupt nicht zurecht. Sie klagen über die Vielfalt der DSL-Angebote. Es ist erforderlich, solchen Verbraucherinnen und Verbrauchern begreiflich zu machen, dass erst durch die Vielzahl der DSL-Tarife der Preisverfall, von dem alle Kunden profitieren, in Gang gekommen ist.

Früher war die Telekom die einzige Telekommunikationsgesellschaft in Deutschland. Wer telefonieren wollte, der war auf Gedeih und Verderb auf die Telekom angewiesen. Und wer in den Anfangszeiten der DSL-Technologie per DSL im Internet surfen wollte, war ebenfalls auf die Telekom angewiesen. An der Telekom führte kein Weg vorbei. Ihre Preise und ihre DSL-Tarife musste man akzeptieren. Ein Provider- oder Tarif-Wechsel war nicht möglich. Es gab ja keinen anderen Tarife-Anbieter außer der Telekom.

Die Zeiten haben sich geändert, und wir sollten uns darüber freuen. Inzwischen gibt es viele Telekommunikationsgesellschaften, viele Telefonanbieter und auch viele DSL-Anbieter, die DSL-Tarife im Angebot haben. Sie konkurrieren mit ihren Tarifen gegeneinander um Marktanteile und Kunden. Jeder einzelne DSL-Anbieter kann nur erfolgreich sein, indem er seine DSL-Tarife laufend überdenkt, überarbeitet und an das Marktniveau anpasst. Neue DSL-Anbieter haben nur dann eine Chance, sich auf dem Tarife-Markt zu etablieren, wenn sie von Anfang an mit DSL-Tarifen antreten, die günstiger sind als die Tarife der bereits bestehenden DSL-Anbieter.

Dieser Konkurrenzkampf ist es, der uns die vielen Sonderangebote und Aktionspreise beschert. Niemand muss heute noch eine Einrichtungsgebühr zahlen, wenn er erstmals einen DSL-Anschluss beantragt. Niemand muss für eine DSL-Flatrate heute noch 20 oder 30 Euro zahlen. Für 30 Euro bekommt man inzwischen ein komplettes Telefon- und DSL-Paket, das sich aus allen Anschlüssen und Tarifen zusammensetzt, die für vollständige Telekommunikation erforderlich sind.

Wer über die Vielfalt der Tarife jammert, wer über die Unübersichtlichkeit auf dem DSL-Tarife-Markt klagt und sich über die vielen Tarife beschwert, der hat nicht begriffen, was uns diese Vielfalt an Positivem gebracht hat. Deutschland hat sich nur deshalb zur Flatrate-Nation entwickelt, weil der Preiskampf der DSL-Anbieter zu günstigen Konditionen geführt hat.

Autor: mm - Website besuchen

Written by mm on Oktober 15th, 2008 with no comments.
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Produkt- und Markenpiraterie

Produkt und Markenpiraterie hat in den letzten 20 Jahren eine Dimension erreicht, die alle früheren Erfahrungen hinsichtlich Quantität und Qualität von Fälschungen in den Schatten stellt. Der rapide Anstieg der illegalen Nachahmungen sowie der Organisationsgrad der Fälscher hat in den letzten Jahren stark zugenommen.  Die Gründe hierfür sind mannigfaltig. Nach Harte-Bavendamm (2000) dürften hierfür maßgeblich die exponential gewachsene Globalisierung von Handel und Kommunikation sowie die fortschreitende technologische Entwicklung, die auch das Fälschen von Originalprodukten immer leichter macht beigetragen haben.Weltweit beträgt der volkswirtschaftliche Schaden durch Produkt- und Markenpiraterie nach Schätzungen der Internationalen Handelskammer  etwa 300 - 600 Mrd. Euro was bedeutet, dass bis zu 9% Prozent des gesamten Welthandels Fälschungen sind. Waren früher noch Luxus- und einfache Gebrauchsgegenstände Opfer von Produktpiraterie, geraten heute immer mehr anspruchsvollere technische Produkte in das Fadenkreuz von Fälschern.                     Neben Imageverlusten, besteht für Originalhersteller somit ein weiteres Problem - die Produkthaftung, ausgelöst durch technisches Versagen von gefälschten Komponenten und Ersatzteilen. Produktpiraterie schädigt demnach nicht nur Unternehmen, die mit Umsatzrückgängen, Imageschäden und Produkthaftungsklagen kämpfen müssen, sondern auch Verbraucher, deren Gesundheit und Sicherheit durch gefälschte technische Produkte gefährdet sind. Eine Studie der  Commercial Times zufolge ergab, dass 56 Prozent aller Befragten chinesischen Kraftfahrzeughalter gefälschte Autoteile bei sich entdeckt haben.

Erscheinungsformen

Ähnlich wie eine eindeutige begriffliche Definition der Produkt- und Markenpiraterie, ist auch eine Einteilung der Erscheinungsformen schwierig. Prinzipiell, lassen sich jedoch die Formen der nachgeahmten Produkte durch Qualität und Auswahl der Materialien sowie durch die Verwendung des Markennamens in gleicher oder abgewandelter Form unterscheiden. Somit lassen sich nach Harvey, M.G. (1987) vier Arten ermitteln, die eine grobe Einteilung möglich machen:True counterfeit products sind Fälschungen, die sich dadurch auszeichnen, dass sie so exakt wie möglich in allen Details nachgeahmt werden, so dass nur Spezialisten mit entsprechenden Analyseverfahren den Betrug aufdecken können.Reproductions zeichnen sich dadurch aus, dass die Fälschung möglicherweise auf den zweiten Blick erkennbar ist, da meist billigere Materialien zu Herstellung verwendet werden.Knock-offs sind wiederum Plagiate die nicht unbedingt an der schlechteren Qualität erkennbar sind, sondern an den abweichenden Markierungen, beispielsweise einer ähnlichen, aber nicht identischen Aussprache des Markennamens (z.B Hognda statt Honda).Unconvincing imitations, sind Plagiate die durch ihre Qualität sowie der Markierung auf den ersten Blick als solche ausgemacht werden können.Aus Sicht der Unternehmen und Kunden ergeben sich hieraus unterschiedliche Konsequenzen. Für sicherheitsrelevante Ersatzteile sind vor allem Reproductions und unconvincing imitations aufgrund des hohen Täuschungsgrades für den unwissenden Kunden sehr bedenklich, da eine Funktionstüchtigkeit aufgrund der niedrigen Qualität oftmals nicht gewährleistet werden kann. Knock-offs  und True-counterfeit products wiederum sind aus Unternehmenssicht dahingehend als bedenklich einzustufen, da sie anhand der hohen Qualität und den meist etwas günstigeren Preisen zu echten Konkurrenzprodukten werden können.

 Auswirkungen

Die tatsächlichen Auswirkungen der Produkt- und Markenpiraterie sind leider nicht eindeutig quantifizierbar. Die zur Verfügung gestellten Daten basieren auf Schätzungen und Hochrechnungen, da es sich um eine Untergrundwirtschaft handelt, die sich offiziellen Statistiken entzieht. Eins haben jedoch alle Studien gemein, durch den Handel mit Marken- und Produktfälschungen kommt es zu negativen wirtschaftlichen und gesundheitlichen Folgen für alle Betroffenen.Der Verstoß geistigen Eigentums hat vor allem für die einzelnen betroffenen Unternehmen eine Reihe betriebswirtschaftlicher Auswirkungen. Eine  Studie des VDMA ergab, dass zwei Drittel aller befragten Unternehmen von Produkt- und Markenpiraterie betroffen sind. Für 77 Prozent der Befragten hat die Bedrohung der Piraterie in den letzten drei Jahren sogar deutlich zugenommen.  Das Produktfälschungen negative Auswirkungen, in mittelbarer und unmittelbarer Form, wie Imageverluste und Umsatzeinbußen auf Unternehmen sowie auf die Sicherheit und Gesundheit von Verbrauchern haben, liegt auf der Hand. Dieses Phänomen betrifft jedoch auch ganze Volkswirtschaften. Zielländer von Produktnachahmungen erleiden vor allem Steuerausfälle und erhöhte Kosten, durch die in Folge von Umsatz- und Gewinneinbußen entstandene Minderbeschäftigung in den betroffenen Unternehmen. Nach Angaben der Europäischen Union, ist davon auszugehen, dass pro Jahr weltweit fast zwei Millionen Arbeitsplätze aufgrund von Produkt- und Markenpiraterie verloren gehen - darunter 70.000 in Deutschland. Durch die steigende Arbeitslosenzahl bedeutet dies für den Staat einerseits, dass die Steuereinnahmen dieser Arbeitnehmer ausfallen, andererseits bezahlen die betroffenen Unternehmen durch sinkende Absatzzahlen auch weniger Steuern. Hinzu kommt die Verminderung von Innovationstätigkeiten durch die betroffenen Unternehmen, was wiederum negative Auswirkungen, auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit und die Einkommen eines Landes hat. Gegenüberzustellen sind jene Arbeitsplätze die durch die Produkt- und Markenpiraterie entstehen.Vor diesen Hintergründen stellt sich die Frage, wie Unternehmen gegen den Missbauch an Geistigen Eigentum vorgehen können. Viele Unternehmen bekämpfen das Problem erst dann, wenn sich die Pirateriegefahr schon realisiert hat. Diese reaktive Haltung greift in den meisten Fällen jedoch zu kurz. Je erfolgreicher und bekannter eine Marke ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich Trittbrettfahrer verschiedenster Art, mit Fälschungen darüber her machen. Ein erfolgreiches Anti-Counterfeiting Management muss das Problem daher multilateral angehen – strategische Ausrichtung und Planung, Beobachtung und Aufklärungsarbeit sowie offensive und defensive Maßnahmen bilden zusammen ein System zur wirksamen Eindämmung der Piraterie.  

Autor: Phillip Mayer - Website besuchen

Written by Phillip Mayer on Oktober 9th, 2008 with no comments.
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Das Monopol

Bis in das 20. Jahrhundert gingen Wirtschaftswissenschaftler von der Modellvorstellung der vollständigen Konkurrenz aus. Hierbei wurde von vollständig rational handelnden Individuen (homo oeconomicus) ohne persönliche oder räumliche Präferenzen ausgegangen, die auf atomistischen Märkten mit vollkommener Transparenz  handeln. Ferner würden nach dieser Theorie Unternehmen mit unendlicher Reaktionsgeschwindigkeit lediglich als Mengenanpasser und Preisnehmer in einer Nullgewinnbedingung existieren können. Die mathematische Beschreibung dieses Marktgeschehens sollte man später als neoklassisches Modell bezeichnen.

Doch bald kamen Ökonomen wie Joan Robinson (1903 – 1983) und Edward Chamberlin (1899 – 1967) Zweifel an der Sinnhaftigkeit eines solchen Modells auf. Die ökonomische Theorie bemühte sich daher, wieder ein realistisches Bild des Wettbewerbs zu erhalten – den unvollständigen Wettbewerb[1]. So wurde im laufe der Zeit auch das Monopol mit anderen Augen gesehen. Josef Schumpeter (1883 – 1950) wies darauf hin, dass jeder Erfinder eines neuen Produktes zunächst eine Monopolstellung genießen muss, da genau hierin der Anreiz liegt, Innovationen auf den Markt zu bringen. Die Anschließende Abfolge aus Innovation und Imitation, führt dazu, alte Produkte vom Markt zu verdrängen. Schumpeter nennt dies auch anschaulich einen Prozess der „schöpferischen Zerstörung“[2]

Die Entstehung von Monopolen kann unterschiedliche Ursachen haben. Sie entstehen durch spezielle Eigentumsrechte, staatliche Regulierungen, strategische Markteintrittsbarrieren oder aufgrund von natürlichen Monopolen[3]. Der einfachste Weg zum Monopol führt über Eigentumsrechte bzw. dem Alleineigentum an Produktionsfaktoren oder speziellen Rohstoffen. In der Praxis entstehen Monopole aber eher selten aus diesen Gründen. Große Volkswirtschaften mit internationalem Handel, wissenschaftlichem Fortschritt und der Entwicklung von Substitutionsgütern führen dazu, dass dieser Monopolfall meist von geringer empirischer Relevanz ist.

Häufiger entstehen Monopole durch staatliche Regulierungen. Patentrechte, Gebrauchsmusterschutz und der Markenschutz stellen einige Beispiele für die staatliche Monopolisierung dar. Die Entwicklung neuer Produkte wie beispielsweise Arzneimittel benötigen einen verlässlichen Patenschutz für eine Reihe von Jahren. Die garantierte Alleinnutzung von Forschungsergebnissen  bildet letztendlich auch den Anreiz für neue Forschungen und Innovationen[4]. Unter strategischen Marktzutrittsbarrieren im Kontext der Monopolbildung versteht man die absichtliche Produktion von Überkapazitäten. Somit wird potentiellen Konkurrenten angezeigt, dass der Monopolist in der Lage ist eine noch größere als die eigentliche Monopolmenge auf den Markt bringen zu können.

Kann ein einzelnes Unternehmen Produkte oder Dienstleistungen dem gesamten Markt zu niedrigeren Kosten anbieten als zwei oder mehrere Unternehmen, spricht man vom natürlichen Monopol. In großen Unternehmen lassen sich durch spezialisierte Maschinen und Fachpersonal Massenproduktionsvorteile (Skalenerträge) generieren. Skalenerträge bedeuten, dass bei steigender Ausbringmenge die Stückkosten (AC) sowie die Grenzkosten (MC) fallen. Bei der Aufteilung der Produktion auf mehrere Anbieter, käme es daher zu höheren Stückkosten und kleineren Mengen.  

Im Gegensatz zur vollkommenen Konkurrenz, hat der Monopolist einen Einfluss auf den Marktpreis, da er allein der gesamten Nachfrage gegenüber steht. Dies ermöglicht ihm nicht nur die Menge festzulegen, die er am Markt anbieten will, sondern auch den Preis. Für den Angebotsmonopolisten ergibt sich somit, dass er unter allen Preis-Mengen-Kombinationen die für sich optimale Kombination auswählen kann. Dementsprechend steht die Preis-Absatz-Funktion (PAF-Kurve) des Angebotsmonopolisten der Gesamtnachfragefunktion (D-Kurve) des Marktes gleich. Je größer die Menge ist, die abgesetzt werden soll, desto kleiner muss der Preis gewählt werden, und je niedriger der vom Monopolisten am Markt geforderte Preis, desto höher ist die Nachfrage. Erzielbarer Preis und absetzbare Menge determinieren sich daher wechselseitig. Da der Monopolist über zwei Aktionsparameter verfügt, muss bei der Gewinnermittlung die wechselseitige Abhängigkeit von Menge und Preis berücksichtigt werden[5].

Um die Gewinne im Monopol zu maximieren, muss daher jener Gleichgewichtspreis und jene Gleichgewichtsmenge gefunden werden, die den größten Gewinn oder die größte Differenz zwischen Gesamtumsatz (TR) und Gesamtkosten (TC) ergeben. Hieraus leitet sich die Schlussfolgerung ab, dass das Gewinnmaximum dann erreicht wird, wenn die Produktionsmenge so groß ist, dass der Grenzerlös des Monopolisten gleich seinen Grenzkosten ist[6]. Das heißt, die Menge die er produziert, ist kleiner als die, die bei vollkommener Konkurrenz vorherrschen würde. Bei einer solchen monopolistischen Angebotsbeschränkung, kommt es daher zu Wohlfahrtsverlusten auf Grund der zu geringen Monopolmenge. Der Verlust, „deadweight loss“, errechnet sich aus der Menge, die Aufgrund des Gewinnmaximierungskalküls im Monopol den Nachfragern vorenthalten wird, abzüglich der Kosten, die für die Produktion dieser zusätzlichen Menge anfallen würden. Die Erhöhung der Produzentenrente zu Lasten der Konsumentenrente verändert zwar nicht die Wohlfahrt, aber es kommt zu so genannten „rent-seeking“ der Unternehmen[7]. Durch die Monopolgewinne werden weitere Unternehmen angelockt, so dass der Monopolist Ressourcen aufwenden muss, um seine Marktstellung weiterhin zu begründen oder zu erhalten. Darüber hinaus kommt es beim Fall des Monopols zu einer geringen Kosteneffizienz, da eine Reduzierung der Kosten immer an die Konsument weitergegeben werden kann.

Leibenstein (1966) beschreibt diesen Effekt mit dem Begriff „x-efficiency“ [8]. Die Angebotsmonopolisten sind Aufgrund des fehlenden Konkurrenzdrucks und ihrem variablen Preis nicht permanent gezwungen ihre Kosteneffizienz und Produktivität zu erhöhen. Das oben aufgeführte Modell des Wohlfahrtsverlustes geht davon aus, dass der Monopolist seine gesamte Produktion zum gleichen Preis absetzt. Im idealen Fall kann der Monopolist aber von jedem Konsumenten genau dessen marginale Zahlungsbereitschaft verlangen. Dies ist theoretisch möglich, wenn jeder Käufer nur eine Einheit kauft und der Monopolist von jedem Käufer den Preis verlangt, den dieser maximal zu zahlen bereit ist. Man spricht in diesem Fall von einer Preisdifferenzierung 1. Grades. Da eine solche vollkommene Preisdifferenzierung in den meisten Fällen schwer realisierbar ist, wird zwischen unterschiedlichen Varianten der Differenzierung unterschieden. Verlangt ein Monopolist nicht von jedem Käufer den marginalen Preis, sondern wird die abnehmende Zahlungsbereitschaft für steigende Mengen ausgenutzt, liegt eine Preisdifferenzierung 2. Grades vor. Ein Beispiel sind Eintrittskarten für Freizeitparks, bei denen die ersten Stunden relativ teuer sind, ab einer gewissen Zeit aber jede weitere Stunde relativ günstig ist. Von einer Preisdifferenzierung 3. Grades spricht man, wenn der Monopolist die Preise persönlich, räumlich oder sachlich differenziert.

Ein gutes Beispiel findet man in der Luftfahrtbranche vor. So genannte Business Flüge für Dienstreisende sind meist teurer als die für Privatpersonen. Der Grund liegt darin, dass Personen die geschäftlich unterwegs sind, ihren Flug i.d.R. nicht selbst zahlen müssen bzw. von dem eigenen Unternehmen erstatten bekommen. Durch Preisdifferenzierung können folglich die Nachteile des gewinnmaximierenden Monopolisten gegenüber der Wohlfahrt bei vollkommener Konkurrenz teilweise ausgeglichen werden. Bei einer Preisdifferenzierung 1. Grades ist die Wohlfahrt sogar genauso groß wie bei vollkommener Konkurrenz. Der einzige Unterschied liegt in der Umschichtung der Konsumentenrente auf die Seite des Produzenten.


[1] Vgl. van Suntum U. (2005), S. 11 f. “Die unsichtbare Hand. Ökonomisches Denken gestern und heute.”[2] Vgl ebenda, S. 12 f.[3] Vgl. Mankiw N.G. (2001) S. 339 “Grundzüge der Volkswirtschaft.”[4] Vgl. Schumpeter J, Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung (1911)

[5] Vgl. Brösse, U.(1998), S. 100 “Einführung in  Volkswirtschaftslehre - Mikroökonomie.”

[6] Vgl. Samuelson, Nordhaus ( 1998), S. 200 “Volkswirtschaftslehre”

[7] Vgl. Demmler H. (1995), S. 226 “Einführung in  Volkswirtschaftslehre -Elementare Preistheorie.”

[8] Vgl. Leibenstein H. (1966), S. 392 ff. “Allocative Efficiency vs. x-Efficiency.”

Autor: Phillip Mayer - Website besuchen

Written by Phillip Mayer on Oktober 8th, 2008 with no comments.
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