Ist eine Restschuldversicherung immer sinnvoll?
Eine Restschuldversicherung sichert Kredite in Fällen wie Tod oder Krankheit des Versicherungsnehmers ab. Doch ist sie in jedem Falle sinnvoll?
Gründe für eine Kreditaufnahme gibt es viele. Je nach dem, was finanziert werden soll, fällt auch der Kreditrahmen unterschiedlich aus. Das Sofa, die Küche, das Auto, das Haus – im Privatbereich gibt es unzählige Dinge, die man gern hätte, sich jedoch nicht leisten kann. Aber für alles gibt es den passenden Kredit.
Ein Komsumentenkredit (auch Ratenkredit, Anschaffungsdarlehen oder in Österreich auch Schalter- und Abstattungskredit genannt) ist die übliche Wahl, wenn es ein gewöhnliches, hochpreisiges Konsumgut, wie ein Auto oder eine Küche zu finanzieren gilt. Hier ist eine Restschuldversicherung nicht zu empfehlen.
Sollte man jedoch einen langfristigen, großen Kredit in Anspruch nehmen, etwa ein Baudarlehen oder ein Hypothekendarlehen, so macht der Abschluss einer Restschuldversicherung durchaus Sinn. Die Versicherung zahlt im Versicherungsfall (z.B. Tod oder Krankheit des Versicherungs- und Kreditnehmers) die ausstehenden Raten an das Kreditinstitut. Man stelle sich vor, eine junge Familie entschließt sich dazu, ein Eigenheim zu bauen und nimmt hierfür einen Baukredit auf. Ein Jahr nach ihrem Einzug kommt es zu einem entsetzlichen Unfall mit Todesfolge. Die hinterbliebene Mutter mit Kind kann den Kredit nicht mehr bedienen und muss sich von ihrem Haus verabschieden. Dieses schreckliche Szenario ist wohl der Alptraum eines jeden Bauherren-Paares. Was ist, wenn mal etwas passiert?
Da die Versicherungswelt so ziemlich für jedes Problem eine passende Versicherungslösung hat, gibt es auch für diesen Fall die Kreditabsicherung mithilfe der Restschuldversicherung. Diese besteht in der Regel aus einer fallenden Risikolebensversicherung. Der Name lässt bereits vermuten, wie dieses Versicherungsprodukt funktioniert: Die Beiträge der Versicherung sinken mit zunehmender Kredittilgung. Sind die Raten für den Kredit abgezahlt, so erlischt auch die Versicherung. Die Versicherungssumme entspricht somit immer der verbleibenden Kreditsumme.
Eine Alternative zur monatlichen Beitragszahlung bei der fallenden Risikolebensversicherung besteht beispielsweise in einer Einmalzahlung der gesamten Versicherungsbeiträge bei Kreditabschluss.
_________
Autorendaten:
Robert Jacobi, info@baufinanzierung-vergleich24.de
Autor: financest - Website besuchen
Written by financest on März 4th, 2010 with no comments.
Read more articles on Finanzen.