Oktober 2008

You are currently browsing the articles from Wirtschaftswissen written in the month of Oktober 2008.

Der Weg zu einer Garage

Wer eine Garage haben möchte, der braucht zunächst einmal ein passendes Grundstück, bzw. genügend Platz vorm Haus, damit er eine Garage überhaupt bauen kann. Eine Baugenehmigung ist dann das was man anschließend für den Bau einer Garage beantragen muss. Ohne Baugenehmigung läuft in Deutschland im Bereich Garagenbau gar nichts.

Bevor man aber zu Schritt 3, der Bestellung, übergehen kann, muss man den Grund und Boden noch einmal bis auf den letzten Zentimeter nachmessen. – Ist die Bestellung dann getätigt und man hat einen Liefertermin erfahren, dann sollte man sich auch flugs an die Aushebung des Fundaments machen. Das Fundament ist nämlich auch bei einer Garage die Basis. Zur Fundamentierung gibt es unterschiedliche Methoden. Es kommt dabei auch darauf an, welche Art von Garage letztlich bestellt wurde. Die Aushebung des Fundaments kann man natürlich auch von Profis erledigen lassen. Diese erstellen auch die notwendigen individuellen Boden- und Fundamentpläne. Diese dienen dann als Anleitung für die notwenigen Fundamentarbeiten.

Wenn das Fundament ausgehoben ist, dann kann die Garage auch kommen. Die Montage wird in der Regel durch die Mitarbeiter des Anbieters erledigt. Diese Arbeiten erstrecken sich auch auf die Montage vom Garagentor, dem Detail was eine Garage erst zu einer Garage macht. Von den Garagenprofis fertig montiert, kann in der Regel noch am gleichen Tag das Fahrzeug in die Garage gestellt werden. – Von der Bestellung bis zur Lieferung einer Fertiggarage vergehen in der Regel nur wenige Tage. Für den Fall, dass man sich für den Selbstbau einer Garage entschiedenen hat, dauert der ganze Prozess natürlich wahrscheinlich ein klein wenig länger. Grundsätzlich ist es aber durchaus möglich mit einer entsprechenden Bauanleitung eine Garage auch selbst zu bauen.

Michale Michele

werbeagentur@artikel-verzeichniss.de

Autor: nico123 - Website besuchen

Written by nico123 on Oktober 28th, 2008 with no comments.
Read more articles on Aktien and Bauen und Wohnen.

Wie werden meine Kinder in der PKV versichert?

Die meisten Menschen sind es von der Gesetzlichen Krankenversicherung gewohnt, dass mit den Beiträgen zur Krankenversicherung nicht nur der Beitragszahler versichert ist, sondern auch der Ehepartner und die gemeinsamen Kinder. Doch wie verhält es sich bei der Privaten Krankenversicherung? Sind die Kinder dort auch versichert, wenn der Papa eine Versicherung abschließt? Um die Frage zu beantworten, muss man die beiden Systeme GKV und PKV kurz erklären. Die Gesetzliche Krankenversicherung fußt auf dem Prinzip der Solidarität. Das bedeutet im Wesentlichen, dass der, der das Geld verdient, einen Teil davon abgibt, um die zu unterstützen, die nichts verdienen können, weil sie entweder krank oder zu jung sind, um einer Arbeit nachzugehen. Von dem Geld, das alle in diesen Topf einzahlen, werden alle notwendigen Behandlungen bezahlt, die jemand, der krank geworden ist braucht.

Das Prinzip der Privaten Krankenversicherung unterscheidet sich grundsätzlich davon. Hat man eine Private Krankenversicherung abgeschlossen, hat man sich für eine Personenversicherung entschieden, dass bedeutet für jede Beitragszahlende Person, das auch eine Leistung versichert ist. Es handelt sich also um eine sehr individuelle und flexible Versicherung, wodurch die monatlichen Beiträge für die Versicherten sehr gering gehalten werden können. Die Frage, ob die Familie in einer PKV automatisch mitversichert wird, ist mit nein zu beantworten. Das muss jedoch kein Nachteil sein, da die Versicherungsbeiträge dennoch niedriger ausfallen können als in der GKV. Ein Vergleich ist durchaus möglich, wenn Zusatzversicherungen zur GKV kalkuliert werden, damit die Voraussetzungen für einen Vergleich nahezu ähnlich definiert werden. Bei einer Familie mit vier Personen können durchaus gleich hohe Beiträge bei besseren Leistungen zu Gunsten der PKV herausgearbeitet werden. Angemerkt sei hier noch der Vorteil einer Beitragsrückerstattung bis zu 6 Monatsbeiträgen bei Leistungsfreiheit in der PKV.

Autor: findur - Website besuchen

Written by findur on Oktober 24th, 2008 with no comments.
Read more articles on Versicherungen.

Vielfalt der DSL-Tarife erschwert die Auswahl

Viele Verbraucherinnen und Verbraucher kommen mit der Vielfalt der DSL-Tarife überhaupt nicht zurecht. Sie klagen über die Vielfalt der DSL-Angebote. Es ist erforderlich, solchen Verbraucherinnen und Verbrauchern begreiflich zu machen, dass erst durch die Vielzahl der DSL-Tarife der Preisverfall, von dem alle Kunden profitieren, in Gang gekommen ist.

Früher war die Telekom die einzige Telekommunikationsgesellschaft in Deutschland. Wer telefonieren wollte, der war auf Gedeih und Verderb auf die Telekom angewiesen. Und wer in den Anfangszeiten der DSL-Technologie per DSL im Internet surfen wollte, war ebenfalls auf die Telekom angewiesen. An der Telekom führte kein Weg vorbei. Ihre Preise und ihre DSL-Tarife musste man akzeptieren. Ein Provider- oder Tarif-Wechsel war nicht möglich. Es gab ja keinen anderen Tarife-Anbieter außer der Telekom.

Die Zeiten haben sich geändert, und wir sollten uns darüber freuen. Inzwischen gibt es viele Telekommunikationsgesellschaften, viele Telefonanbieter und auch viele DSL-Anbieter, die DSL-Tarife im Angebot haben. Sie konkurrieren mit ihren Tarifen gegeneinander um Marktanteile und Kunden. Jeder einzelne DSL-Anbieter kann nur erfolgreich sein, indem er seine DSL-Tarife laufend überdenkt, überarbeitet und an das Marktniveau anpasst. Neue DSL-Anbieter haben nur dann eine Chance, sich auf dem Tarife-Markt zu etablieren, wenn sie von Anfang an mit DSL-Tarifen antreten, die günstiger sind als die Tarife der bereits bestehenden DSL-Anbieter.

Dieser Konkurrenzkampf ist es, der uns die vielen Sonderangebote und Aktionspreise beschert. Niemand muss heute noch eine Einrichtungsgebühr zahlen, wenn er erstmals einen DSL-Anschluss beantragt. Niemand muss für eine DSL-Flatrate heute noch 20 oder 30 Euro zahlen. Für 30 Euro bekommt man inzwischen ein komplettes Telefon- und DSL-Paket, das sich aus allen Anschlüssen und Tarifen zusammensetzt, die für vollständige Telekommunikation erforderlich sind.

Wer über die Vielfalt der Tarife jammert, wer über die Unübersichtlichkeit auf dem DSL-Tarife-Markt klagt und sich über die vielen Tarife beschwert, der hat nicht begriffen, was uns diese Vielfalt an Positivem gebracht hat. Deutschland hat sich nur deshalb zur Flatrate-Nation entwickelt, weil der Preiskampf der DSL-Anbieter zu günstigen Konditionen geführt hat.

Autor: mm - Website besuchen

Written by mm on Oktober 15th, 2008 with no comments.
Read more articles on Wirtschaft Allgemein.

Produkt- und Markenpiraterie

Produkt und Markenpiraterie hat in den letzten 20 Jahren eine Dimension erreicht, die alle früheren Erfahrungen hinsichtlich Quantität und Qualität von Fälschungen in den Schatten stellt. Der rapide Anstieg der illegalen Nachahmungen sowie der Organisationsgrad der Fälscher hat in den letzten Jahren stark zugenommen.  Die Gründe hierfür sind mannigfaltig. Nach Harte-Bavendamm (2000) dürften hierfür maßgeblich die exponential gewachsene Globalisierung von Handel und Kommunikation sowie die fortschreitende technologische Entwicklung, die auch das Fälschen von Originalprodukten immer leichter macht beigetragen haben.Weltweit beträgt der volkswirtschaftliche Schaden durch Produkt- und Markenpiraterie nach Schätzungen der Internationalen Handelskammer  etwa 300 - 600 Mrd. Euro was bedeutet, dass bis zu 9% Prozent des gesamten Welthandels Fälschungen sind. Waren früher noch Luxus- und einfache Gebrauchsgegenstände Opfer von Produktpiraterie, geraten heute immer mehr anspruchsvollere technische Produkte in das Fadenkreuz von Fälschern.                     Neben Imageverlusten, besteht für Originalhersteller somit ein weiteres Problem - die Produkthaftung, ausgelöst durch technisches Versagen von gefälschten Komponenten und Ersatzteilen. Produktpiraterie schädigt demnach nicht nur Unternehmen, die mit Umsatzrückgängen, Imageschäden und Produkthaftungsklagen kämpfen müssen, sondern auch Verbraucher, deren Gesundheit und Sicherheit durch gefälschte technische Produkte gefährdet sind. Eine Studie der  Commercial Times zufolge ergab, dass 56 Prozent aller Befragten chinesischen Kraftfahrzeughalter gefälschte Autoteile bei sich entdeckt haben.

Erscheinungsformen

Ähnlich wie eine eindeutige begriffliche Definition der Produkt- und Markenpiraterie, ist auch eine Einteilung der Erscheinungsformen schwierig. Prinzipiell, lassen sich jedoch die Formen der nachgeahmten Produkte durch Qualität und Auswahl der Materialien sowie durch die Verwendung des Markennamens in gleicher oder abgewandelter Form unterscheiden. Somit lassen sich nach Harvey, M.G. (1987) vier Arten ermitteln, die eine grobe Einteilung möglich machen:True counterfeit products sind Fälschungen, die sich dadurch auszeichnen, dass sie so exakt wie möglich in allen Details nachgeahmt werden, so dass nur Spezialisten mit entsprechenden Analyseverfahren den Betrug aufdecken können.Reproductions zeichnen sich dadurch aus, dass die Fälschung möglicherweise auf den zweiten Blick erkennbar ist, da meist billigere Materialien zu Herstellung verwendet werden.Knock-offs sind wiederum Plagiate die nicht unbedingt an der schlechteren Qualität erkennbar sind, sondern an den abweichenden Markierungen, beispielsweise einer ähnlichen, aber nicht identischen Aussprache des Markennamens (z.B Hognda statt Honda).Unconvincing imitations, sind Plagiate die durch ihre Qualität sowie der Markierung auf den ersten Blick als solche ausgemacht werden können.Aus Sicht der Unternehmen und Kunden ergeben sich hieraus unterschiedliche Konsequenzen. Für sicherheitsrelevante Ersatzteile sind vor allem Reproductions und unconvincing imitations aufgrund des hohen Täuschungsgrades für den unwissenden Kunden sehr bedenklich, da eine Funktionstüchtigkeit aufgrund der niedrigen Qualität oftmals nicht gewährleistet werden kann. Knock-offs  und True-counterfeit products wiederum sind aus Unternehmenssicht dahingehend als bedenklich einzustufen, da sie anhand der hohen Qualität und den meist etwas günstigeren Preisen zu echten Konkurrenzprodukten werden können.

 Auswirkungen

Die tatsächlichen Auswirkungen der Produkt- und Markenpiraterie sind leider nicht eindeutig quantifizierbar. Die zur Verfügung gestellten Daten basieren auf Schätzungen und Hochrechnungen, da es sich um eine Untergrundwirtschaft handelt, die sich offiziellen Statistiken entzieht. Eins haben jedoch alle Studien gemein, durch den Handel mit Marken- und Produktfälschungen kommt es zu negativen wirtschaftlichen und gesundheitlichen Folgen für alle Betroffenen.Der Verstoß geistigen Eigentums hat vor allem für die einzelnen betroffenen Unternehmen eine Reihe betriebswirtschaftlicher Auswirkungen. Eine  Studie des VDMA ergab, dass zwei Drittel aller befragten Unternehmen von Produkt- und Markenpiraterie betroffen sind. Für 77 Prozent der Befragten hat die Bedrohung der Piraterie in den letzten drei Jahren sogar deutlich zugenommen.  Das Produktfälschungen negative Auswirkungen, in mittelbarer und unmittelbarer Form, wie Imageverluste und Umsatzeinbußen auf Unternehmen sowie auf die Sicherheit und Gesundheit von Verbrauchern haben, liegt auf der Hand. Dieses Phänomen betrifft jedoch auch ganze Volkswirtschaften. Zielländer von Produktnachahmungen erleiden vor allem Steuerausfälle und erhöhte Kosten, durch die in Folge von Umsatz- und Gewinneinbußen entstandene Minderbeschäftigung in den betroffenen Unternehmen. Nach Angaben der Europäischen Union, ist davon auszugehen, dass pro Jahr weltweit fast zwei Millionen Arbeitsplätze aufgrund von Produkt- und Markenpiraterie verloren gehen - darunter 70.000 in Deutschland. Durch die steigende Arbeitslosenzahl bedeutet dies für den Staat einerseits, dass die Steuereinnahmen dieser Arbeitnehmer ausfallen, andererseits bezahlen die betroffenen Unternehmen durch sinkende Absatzzahlen auch weniger Steuern. Hinzu kommt die Verminderung von Innovationstätigkeiten durch die betroffenen Unternehmen, was wiederum negative Auswirkungen, auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit und die Einkommen eines Landes hat. Gegenüberzustellen sind jene Arbeitsplätze die durch die Produkt- und Markenpiraterie entstehen.Vor diesen Hintergründen stellt sich die Frage, wie Unternehmen gegen den Missbauch an Geistigen Eigentum vorgehen können. Viele Unternehmen bekämpfen das Problem erst dann, wenn sich die Pirateriegefahr schon realisiert hat. Diese reaktive Haltung greift in den meisten Fällen jedoch zu kurz. Je erfolgreicher und bekannter eine Marke ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich Trittbrettfahrer verschiedenster Art, mit Fälschungen darüber her machen. Ein erfolgreiches Anti-Counterfeiting Management muss das Problem daher multilateral angehen – strategische Ausrichtung und Planung, Beobachtung und Aufklärungsarbeit sowie offensive und defensive Maßnahmen bilden zusammen ein System zur wirksamen Eindämmung der Piraterie.  

Autor: Phillip Mayer - Website besuchen

Written by Phillip Mayer on Oktober 9th, 2008 with no comments.
Read more articles on Wirtschaft Allgemein.

Das Monopol

Bis in das 20. Jahrhundert gingen Wirtschaftswissenschaftler von der Modellvorstellung der vollständigen Konkurrenz aus. Hierbei wurde von vollständig rational handelnden Individuen (homo oeconomicus) ohne persönliche oder räumliche Präferenzen ausgegangen, die auf atomistischen Märkten mit vollkommener Transparenz  handeln. Ferner würden nach dieser Theorie Unternehmen mit unendlicher Reaktionsgeschwindigkeit lediglich als Mengenanpasser und Preisnehmer in einer Nullgewinnbedingung existieren können. Die mathematische Beschreibung dieses Marktgeschehens sollte man später als neoklassisches Modell bezeichnen.

Doch bald kamen Ökonomen wie Joan Robinson (1903 – 1983) und Edward Chamberlin (1899 – 1967) Zweifel an der Sinnhaftigkeit eines solchen Modells auf. Die ökonomische Theorie bemühte sich daher, wieder ein realistisches Bild des Wettbewerbs zu erhalten – den unvollständigen Wettbewerb[1]. So wurde im laufe der Zeit auch das Monopol mit anderen Augen gesehen. Josef Schumpeter (1883 – 1950) wies darauf hin, dass jeder Erfinder eines neuen Produktes zunächst eine Monopolstellung genießen muss, da genau hierin der Anreiz liegt, Innovationen auf den Markt zu bringen. Die Anschließende Abfolge aus Innovation und Imitation, führt dazu, alte Produkte vom Markt zu verdrängen. Schumpeter nennt dies auch anschaulich einen Prozess der „schöpferischen Zerstörung“[2]

Die Entstehung von Monopolen kann unterschiedliche Ursachen haben. Sie entstehen durch spezielle Eigentumsrechte, staatliche Regulierungen, strategische Markteintrittsbarrieren oder aufgrund von natürlichen Monopolen[3]. Der einfachste Weg zum Monopol führt über Eigentumsrechte bzw. dem Alleineigentum an Produktionsfaktoren oder speziellen Rohstoffen. In der Praxis entstehen Monopole aber eher selten aus diesen Gründen. Große Volkswirtschaften mit internationalem Handel, wissenschaftlichem Fortschritt und der Entwicklung von Substitutionsgütern führen dazu, dass dieser Monopolfall meist von geringer empirischer Relevanz ist.

Häufiger entstehen Monopole durch staatliche Regulierungen. Patentrechte, Gebrauchsmusterschutz und der Markenschutz stellen einige Beispiele für die staatliche Monopolisierung dar. Die Entwicklung neuer Produkte wie beispielsweise Arzneimittel benötigen einen verlässlichen Patenschutz für eine Reihe von Jahren. Die garantierte Alleinnutzung von Forschungsergebnissen  bildet letztendlich auch den Anreiz für neue Forschungen und Innovationen[4]. Unter strategischen Marktzutrittsbarrieren im Kontext der Monopolbildung versteht man die absichtliche Produktion von Überkapazitäten. Somit wird potentiellen Konkurrenten angezeigt, dass der Monopolist in der Lage ist eine noch größere als die eigentliche Monopolmenge auf den Markt bringen zu können.

Kann ein einzelnes Unternehmen Produkte oder Dienstleistungen dem gesamten Markt zu niedrigeren Kosten anbieten als zwei oder mehrere Unternehmen, spricht man vom natürlichen Monopol. In großen Unternehmen lassen sich durch spezialisierte Maschinen und Fachpersonal Massenproduktionsvorteile (Skalenerträge) generieren. Skalenerträge bedeuten, dass bei steigender Ausbringmenge die Stückkosten (AC) sowie die Grenzkosten (MC) fallen. Bei der Aufteilung der Produktion auf mehrere Anbieter, käme es daher zu höheren Stückkosten und kleineren Mengen.  

Im Gegensatz zur vollkommenen Konkurrenz, hat der Monopolist einen Einfluss auf den Marktpreis, da er allein der gesamten Nachfrage gegenüber steht. Dies ermöglicht ihm nicht nur die Menge festzulegen, die er am Markt anbieten will, sondern auch den Preis. Für den Angebotsmonopolisten ergibt sich somit, dass er unter allen Preis-Mengen-Kombinationen die für sich optimale Kombination auswählen kann. Dementsprechend steht die Preis-Absatz-Funktion (PAF-Kurve) des Angebotsmonopolisten der Gesamtnachfragefunktion (D-Kurve) des Marktes gleich. Je größer die Menge ist, die abgesetzt werden soll, desto kleiner muss der Preis gewählt werden, und je niedriger der vom Monopolisten am Markt geforderte Preis, desto höher ist die Nachfrage. Erzielbarer Preis und absetzbare Menge determinieren sich daher wechselseitig. Da der Monopolist über zwei Aktionsparameter verfügt, muss bei der Gewinnermittlung die wechselseitige Abhängigkeit von Menge und Preis berücksichtigt werden[5].

Um die Gewinne im Monopol zu maximieren, muss daher jener Gleichgewichtspreis und jene Gleichgewichtsmenge gefunden werden, die den größten Gewinn oder die größte Differenz zwischen Gesamtumsatz (TR) und Gesamtkosten (TC) ergeben. Hieraus leitet sich die Schlussfolgerung ab, dass das Gewinnmaximum dann erreicht wird, wenn die Produktionsmenge so groß ist, dass der Grenzerlös des Monopolisten gleich seinen Grenzkosten ist[6]. Das heißt, die Menge die er produziert, ist kleiner als die, die bei vollkommener Konkurrenz vorherrschen würde. Bei einer solchen monopolistischen Angebotsbeschränkung, kommt es daher zu Wohlfahrtsverlusten auf Grund der zu geringen Monopolmenge. Der Verlust, „deadweight loss“, errechnet sich aus der Menge, die Aufgrund des Gewinnmaximierungskalküls im Monopol den Nachfragern vorenthalten wird, abzüglich der Kosten, die für die Produktion dieser zusätzlichen Menge anfallen würden. Die Erhöhung der Produzentenrente zu Lasten der Konsumentenrente verändert zwar nicht die Wohlfahrt, aber es kommt zu so genannten „rent-seeking“ der Unternehmen[7]. Durch die Monopolgewinne werden weitere Unternehmen angelockt, so dass der Monopolist Ressourcen aufwenden muss, um seine Marktstellung weiterhin zu begründen oder zu erhalten. Darüber hinaus kommt es beim Fall des Monopols zu einer geringen Kosteneffizienz, da eine Reduzierung der Kosten immer an die Konsument weitergegeben werden kann.

Leibenstein (1966) beschreibt diesen Effekt mit dem Begriff „x-efficiency“ [8]. Die Angebotsmonopolisten sind Aufgrund des fehlenden Konkurrenzdrucks und ihrem variablen Preis nicht permanent gezwungen ihre Kosteneffizienz und Produktivität zu erhöhen. Das oben aufgeführte Modell des Wohlfahrtsverlustes geht davon aus, dass der Monopolist seine gesamte Produktion zum gleichen Preis absetzt. Im idealen Fall kann der Monopolist aber von jedem Konsumenten genau dessen marginale Zahlungsbereitschaft verlangen. Dies ist theoretisch möglich, wenn jeder Käufer nur eine Einheit kauft und der Monopolist von jedem Käufer den Preis verlangt, den dieser maximal zu zahlen bereit ist. Man spricht in diesem Fall von einer Preisdifferenzierung 1. Grades. Da eine solche vollkommene Preisdifferenzierung in den meisten Fällen schwer realisierbar ist, wird zwischen unterschiedlichen Varianten der Differenzierung unterschieden. Verlangt ein Monopolist nicht von jedem Käufer den marginalen Preis, sondern wird die abnehmende Zahlungsbereitschaft für steigende Mengen ausgenutzt, liegt eine Preisdifferenzierung 2. Grades vor. Ein Beispiel sind Eintrittskarten für Freizeitparks, bei denen die ersten Stunden relativ teuer sind, ab einer gewissen Zeit aber jede weitere Stunde relativ günstig ist. Von einer Preisdifferenzierung 3. Grades spricht man, wenn der Monopolist die Preise persönlich, räumlich oder sachlich differenziert.

Ein gutes Beispiel findet man in der Luftfahrtbranche vor. So genannte Business Flüge für Dienstreisende sind meist teurer als die für Privatpersonen. Der Grund liegt darin, dass Personen die geschäftlich unterwegs sind, ihren Flug i.d.R. nicht selbst zahlen müssen bzw. von dem eigenen Unternehmen erstatten bekommen. Durch Preisdifferenzierung können folglich die Nachteile des gewinnmaximierenden Monopolisten gegenüber der Wohlfahrt bei vollkommener Konkurrenz teilweise ausgeglichen werden. Bei einer Preisdifferenzierung 1. Grades ist die Wohlfahrt sogar genauso groß wie bei vollkommener Konkurrenz. Der einzige Unterschied liegt in der Umschichtung der Konsumentenrente auf die Seite des Produzenten.


[1] Vgl. van Suntum U. (2005), S. 11 f. “Die unsichtbare Hand. Ökonomisches Denken gestern und heute.”[2] Vgl ebenda, S. 12 f.[3] Vgl. Mankiw N.G. (2001) S. 339 “Grundzüge der Volkswirtschaft.”[4] Vgl. Schumpeter J, Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung (1911)

[5] Vgl. Brösse, U.(1998), S. 100 “Einführung in  Volkswirtschaftslehre - Mikroökonomie.”

[6] Vgl. Samuelson, Nordhaus ( 1998), S. 200 “Volkswirtschaftslehre”

[7] Vgl. Demmler H. (1995), S. 226 “Einführung in  Volkswirtschaftslehre -Elementare Preistheorie.”

[8] Vgl. Leibenstein H. (1966), S. 392 ff. “Allocative Efficiency vs. x-Efficiency.”

Autor: Phillip Mayer - Website besuchen

Written by Phillip Mayer on Oktober 8th, 2008 with no comments.
Read more articles on Wirtschaft Allgemein.

Die einfachste Art des Garagentors

Jeder Bauherr kann sich eine Garage an sein Haus bauen lassen oder auch selbst Hand anlegen. Hierzu braucht er aber eine Baugenehmigung, aus der hervorgeht, dass die Gemeinde oder die Stadt mit dem Bau einverstanden ist.

Doch was muss man alles beachten, wenn man eine Garage bauen will. Da sich „Otto Normalverbraucher“ kaum mit allen gesetzlichen Vorschriften auskennt, sollte er sich an einen Fachmann, wie z. B. einen Architekten oder Bauingenieur wenden. Dieser wird ihn hinsichtlich der einzureichenden Unterlagen ausführlich beraten. Auch wird er sich mit der Statik der Garage befassen und ein umfassendes Gutachten erstellen müssen. Das kostet sicherlich ein paar Euro, aber die Sicherheit bei der Benutzung der Garage steht im Vordergrund.

Gleichzeitig erfährt der Architekt auch, ob irgendwelche Einwände von den Behörden vorliegen. Das können zum Beispiel Abwasserkanäle sein, die unterhalb der zu errichtenden Garage liegen oder Stromleitungen. Auch muss die Grundstücksgrenze eingehalten werden, und es darf nicht darüber gebaut werden. Desweiteren dürfen die Garagenbau nicht direkt an der Straße liegen, wenn noch ein Bürgersteig von Amts wegen in Planung ist. Letztendlich darf sich der Nachbar durch das Errichten der Garage nicht in seinem Freiraum gestört fühlen. Es hat sogar schon Baugenehmigung gegeben, die dem Nachbarn die Freisicht aus dem Wohnzimmerfenster stark eingeschränkt haben.

Deshalb sollte man sich vorher mit dem Nachbar zusammen setzen und ihm das Vorhaben erklären. Denn wer möchte schon in Streit mit der Nachbarschaft leben, nur weil ein Garagentor an die falsche Stelle gebaut worden ist. Letztendlich müsste man dann auch mit einem gerichtlichen Verfahren rechnen und das muss wirklich nicht sein.

Autor: nico123 - Website besuchen

Written by nico123 on Oktober 6th, 2008 with no comments.
Read more articles on Bauen und Wohnen.